Aktuelles und Veranstaltungen
Die ehemalige Synagoge in Rimbach, die heute als katholische Kirche genutzt wird, ist ein zentraler Ort der Rimbacher Geschichte und der Erinnerungskultur. Ihre Bedeutung reicht weit über die Gemeinde hinaus. Derzeit wird sie im Rahmen eines hessischen Buchprojekts zur Dokumentation von Synagogen in Hessen wissenschaftlich erfasst.
Zu diesem Zweck fanden kürzlich Gespräche zwischen Vertreterinnen und Vertretern der katholischen Kirchengemeinde, dem Verein Erinnern gegen das Vergessen, der Gemeinde Rimbach sowie einer wiss. Mitarbeiterin am Buber-Rosenzweig-Institut für jüdische Geistes- und Kulturgeschichte der Moderne und Gegenwart Goethe-Universität Frankfurt a. M. statt. Das Treffen war sehr aufschlussreich und zeigte erneut die historische Bedeutung des Gebäudes.
Dabei wurde jedoch deutlich, dass es bislang kaum Bildmaterial zur ursprünglichen Synagoge gibt. Insbesondere Fotografien, Zeichnungen oder andere bildliche Darstellungen aus der Zeit vor der Umnutzung sind bislang nur sehr vereinzelt bekannt.
Vor diesem Hintergrund richten die beteiligten Institutionen – die Goethe-Universität Frankfurt, die katholische Kirche, der Verein Erinnern gegen das Vergessen sowie die Gemeinde Rimbach – einen gemeinsamen Aufruf an die Rimbacher Bevölkerung:
Wer über historisches Bildmaterial zur ehemaligen Synagoge verfügt oder Hinweise auf entsprechende Quellen geben kann, wird gebeten, sich beim Verein Erinnern gegen das Vergessen zu melden. Auch Kopien oder digitale Aufnahmen sind von großem Wert. Selbst scheinbar nebensächliche Fotografien können wichtige Hinweise für die wissenschaftliche Dokumentation liefern.
Mit der Unterstützung durch die Rimbacher Bürger soll ein möglichst vollständiges Bild der Geschichte dieses besonderen Ortes bewahrt und für kommende Generationen gesichert werden.
Alle Beteiligten bedanken sich schon jetzt. Man erreicht uns am besten unter der E-Mail-Adresse info@juden-in-rimbach.de oder sie melden sich telefonisch bei Eberhard Bickel, Tel.: 0151 19299748
So. 25.04.2026
Die Goethe-Universität Frankfurt bietet regelmäßig Führungen durch das ehemalige I.G. Farben-Haus an, die von Ulrike Jaspers-Kühnhold (frühere Referentin für Wissenschaftskommunikation, heute Campus-Guide) geleitet werden und die NS-Vergangenheit (Kollaboration, Verbindung zu Auschwitz) sowie die Rolle des Gebäudes für den Nachkriegsdeutschland beleuchten. Diese Führungen, oft als „Spuren im I.G. Farben-Gebäude“ bezeichnet, thematisieren die dunkle Geschichte des Chemiekonzerns und dessen Verstrickung im NS-System.
Ulrike Jaspers ist die erste Vorsitzende des Arbeitskreises Zwingenberger Synagoge e. V. zu dem wir seit Gründung unseres Vereins einen guten Kontakt haben. Frau Jaspers-Kühnhold bietet uns am oben genannten Termin eine exklusive Führung an, an der allerdings nur 20 Personen teilnehmen können. Sollten Sie Interesse haben, so melden Sie sich bitte frühzeitig unter info@juden-in-rimbach.de an.
So. 31.05.2026
An diesem Tag bieten die Katholische Kirche und unser Verein eine Führung zu den Häusern unserer ehemaligen jüdischen Mitbürger an. Außerdem können die katholische Kirche und ehemalige Synagoge sowie der jüdische Friedhof geführt besichtigt werden.
So. 13.09.2026
Im Rahmen des jährlich wiederkehrenden Tages des offenen Denkmals wird Ihnen, nach dem Zuspruch im vergangenen Jahr, die Tür der Katholischen Kirche offenstehen. Dort erhalten Sie umfängliche Informationen über die Kirche selbst und über die ursprüngliche Nutzung als Synagoge. Von dort machen wir eine kleine Wanderung zum am Ortsrand gelegenen jüdischen Friedhof. Dort werden Sie viel Interessantes, aber ebenso Bedrückendes erfahren.
Mo. 09.11.2026
Wir werden uns auch in diesem Jahr wieder gemeinsam mit den Kirchen und der Martin-Luther-Schule an der Gestaltung der Gedenkfeier zur Reichspogromnacht beteiligen. Der Rahmen wird vergleichbar mit den Feiern der letzten Jahre sein.
Einzelheiten zu den genannten Terminen erfahren Sie zu gegebener Zeit.
| Datum: | Sonntag, 9. November 2025 | |
| Uhrzeit: | 10.00 Uhr und 19.00 Uhr | |
| Ort: | Start: jeweils Schulhof der Martin-Luther-Schule (MLS) | |
Einladung zu einem geführten Rundgang durch die Reichelsheimer Altstadt. In Reichelsheim sind an einigen Häusern sogenannte Stolpersteine zur Erinnerung an die jüdischen Familien, die dort zum Teil über Generationen gelebt haben, verlegt. In diesem Rundgang erfahren wir vom Reichels-heimer Heimatforscher Herrn Lode mehr über die Geschichte dieser Familien.
Infos vorab Claudia Roos, 0157-5109 46 46 oder clauroos@aol.com
| Datum: | Sonntag, 19.10.2025 | |
| Uhrzeit: | 15.00 - 16.00 Uhr | |
| Ort: | Start: Rathausplatz Reichelsheim / Parkmöglichkeit: Bismarckstraße 43 (hinter dem Rathaus) | |
Am Sonntag, 14. September, dem Tag des offenen Denkmals, laden wir Sie ab 11.00 Uhr zu einer Exkursion in die ehemalige Synagoge (heute kath. Kirche) und den jüdischen Friedhof in Rimbach ein.
Der Tag des offenen Denkmals findet seit 1993 bundesweit statt und verzeichnet jährlich mehrere Millionen Besucher. Ein Teil dieser Besucherschar wird auch diesmal wieder aus Rimbach kommen. Neben anderen attraktiven Angeboten in der Großgemeinde bieten die Katholische Kirche und der Verein „Erinnern - Gegen das Vergessen e.V.“ erstmals eine kleine, aber sehr interessante Exkursion an. Am 14. September wird die Katholische Kirche und ehemalige Synagoge zwischen 10.00 und 14.00 Uhr allen interessierten Besuchern offenstehen. Dort gibt es um 11.00 Uhr einen kleinen Vortrag zur Geschichte der 1840 eingeweihten ehemaligen Rimbacher Synagoge und der sich anschließenden Nutzung als Gotteshaus der Rimbacher Katholischen Gemeinde. Von dort führt ein etwa 15-minütiger Spaziergang zum oberhalb des Ortes, in Richtung Zotzenbach gelegenen, jüdischen Friedhof. Auch dort werden die Besucher Interessantes über den Friedhof und dessen Geschichte erfahren. So z.B. über die fünf unterschiedlichen Grabfelder, über die besondere Symbolik und über die Tatsache, dass vor 1849 gemeinsam mit den Birkenauer Juden ein dortiger Friedhof gemeinsam genutzt wurde. Die Veranstalter freuen sich auf hoffentlich viele Teilnehmer und stehen während der gesamten Veranstaltung sehr gerne für Fragen oder Gespräche zur Verfügung. Die Teilnahme ist kostenlos. Beim Besuch des jüdischen Friedhofes sollten männliche Personen eine Kopfbedeckung (z. B. Mütze, Kappe) tragen.
| Datum: | Sonntag, 14. September 2025 | |
| Uhrzeit: | 11.00 Uhr - 12.30 Uhr | |
| Ort: | Start: Kath. Kirche (ehemalige Synagoge) Rimbach | |
| Datum: | Donnerstag, 23. Mai 2024 | |
| Uhrzeit: | 19.00 Uhr | |
| Ort: | im Rimbacher Rathaus | |
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