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  • Kurzbiografien Rimbacher Jüdinnen und Juden

  • Erich Itor Kahn

    Erich Itor Kahn

    Jüdischer Musiker und Komponist aus Rimbach

    Rimbach. Erich Itor Kahn ist sicher einer der „größten Söhne“ der Gemeinde Rimbach. Am heutigen Mittwoch, den 23. Juli 2025, würde der jüdische Musiker und Komponist seinen 120 Geburtstag feiern. Der Verein „Erinnern – Gegen das Vergessen“ nimmt dies zum Anlass, um an den von den Nationalsozialisten ins Exil getriebenen jüdischen Künstler zu gedenken.

    Kahn wurde am 23. Juli 1905 in Rimbach als Sohn des jüdischen Kantors Leopold Kahn und seiner Frau Selma, geb. Friedlein in Rimbach, geboren. Schon 1906 übersiedelte die Familie nach Königstein im Taunus, wo der Vater eine Kantorstelle in der dortigen  jüdischen Gemeinde übernahm. Erich erhielt im Alter von sieben Jahren vom Vater den ersten Klavierunterricht. Seine besondere musikalische Begabung veranlasste die Eltern schließlich, dem Besuch des Unterrichts bei Paul Frantzen in Frankfurt am Main zuzustimmen. 1920 begann Erich dort am Hoch’schen Konservatorium sein Studium für Klavier und Komposition, das er 1927/28 mit Auszeichnung absolvierte. Er fand eine Anstellung beim Radio Frankfurt, die es ihm ermöglichte, sein Talent als Konzertpianist und mit ersten Kompositionen unter Beweis zu stellen. Durch seine Tätigkeit beim Rundfunk kam Kahn mit den Vertretern zeitgenössischer Musik in Verbindung. Kahns eigene Kompositionen waren der Zwölftonmusik der Schönberg-Schule verpflichtet. Vor der nationalsozialistischen Machtübernahme profilierte sich der junge Kahn als Konzernpianist und Interpret moderner Musik.